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Was passiert mit meinen persönlichen Daten bei einem Neustart?

von freeze4me.com · 2026-03-23
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Deine persönlichen Daten bleiben erhalten – sie werden auf einer separaten Partition oder im ThawSpace gespeichert und sind vom Neustart nicht betroffen.

Deine persönlichen Daten gehen bei einem Neustart nicht verloren. Deep Freeze friert nur die Systempartition ein – nicht Deine gesamte Festplatte. Deine Dokumente, Fotos, Musik und andere persönliche Dateien lagerst Du auf einer separaten Datenpartition, im ThawSpace oder in der Cloud. Diese Bereiche sind vom Neustart nicht betroffen.

Das Prinzip: System und Daten trennen

Deep Freeze basiert auf einer einfachen, aber wirkungsvollen Idee: Trenne Dein Betriebssystem von Deinen persönlichen Daten.

Die Systempartition (typischerweise C:) enthält Windows, alle installierten Programme und Systemeinstellungen. Diese Partition wird von Deep Freeze eingefroren. Alles, was sich hier ändert – ob durch ein Update, Malware oder Deine eigenen Einstellungen –, wird beim Neustart zurückgesetzt.

Die Datenpartition (typischerweise D:) enthält Deine persönlichen Dateien: Dokumente, Bilder, Videos, Downloads, Projekte. Diese Partition wird nicht eingefroren. Alles, was Du hier speicherst, bleibt auch nach einem Neustart erhalten.

Stell Dir das so vor: Dein Computer hat zwei getrennte Bereiche. Der eine ist wie ein Whiteboard, das nach jedem Feierabend sauber gewischt wird – das ist Dein System. Der andere ist wie ein Aktenschrank, in dem alles dauerhaft aufbewahrt wird – das sind Deine Daten. Deep Freeze wischt nur das Whiteboard.

Drei Wege für Deine Daten

Es gibt drei bewährte Strategien, um Deine persönlichen Daten außerhalb der eingefrorenen Systempartition zu halten:

1. Separate Datenpartition (D:-Laufwerk)

Die sauberste Lösung: Du richtest auf Deiner Festplatte eine zweite Partition ein (zum Beispiel D:), die nicht von Deep Freeze geschützt wird. Dort speicherst Du alles, was dauerhaft bleiben soll:

  • Dokumente und Tabellen
  • Fotos und Videos
  • Downloads
  • Projektdateien
  • Browser-Lesezeichen (exportiert)
  • E-Mail-Archive

Windows lässt sich so konfigurieren, dass die Standardordner (Dokumente, Bilder, Desktop, Downloads) automatisch auf D: zeigen statt auf C:. Das bedeutet: Du musst Dein Verhalten nicht ändern. Du speicherst wie gewohnt – die Dateien landen automatisch auf der sicheren Datenpartition.

2. ThawSpace

Deep Freeze bietet eine eingebaute Lösung namens ThawSpace. Das ist ein definierter Bereich auf der eingefrorenen Systempartition, der von der Wiederherstellung ausgenommen ist. Du kannst Dir den ThawSpace wie einen Tresor innerhalb des Whiteboard-Raums vorstellen: Er wird beim Sauberwischen nicht angerührt.

Der ThawSpace eignet sich besonders für:

  • Kleinere Dateien, die Du schnell griffbereit haben willst
  • Konfigurationsdateien, die zwischen Neustarts erhalten bleiben müssen
  • Temporäre Projektdaten

Für große Datenmengen ist die separate Datenpartition allerdings die bessere Wahl, weil der ThawSpace in seiner Größe begrenzt ist.

3. Cloud-Synchronisation

Die modernste Variante: Du nutzt Cloud-Dienste wie OneDrive, Dropbox oder Google Drive. Deine Dateien werden automatisch in die Cloud synchronisiert und sind nach einem Neustart sofort wieder verfügbar. Auch wenn die lokale Kopie auf der eingefrorenen Partition beim Neustart verschwindet, liegt das Original sicher in der Cloud.

Cloud-Sync hat zusätzliche Vorteile:

  • Deine Dateien sind von jedem Gerät aus zugänglich
  • Du hast automatisch ein Offsite-Backup
  • Bei einem Hardware-Defekt sind Deine Daten trotzdem sicher

Viele Nutzer kombinieren die Strategien: Eine Datenpartition für große Dateien und lokale Projekte, Cloud-Sync für die wichtigsten Dokumente und den Zugriff von unterwegs.

Was ist mit Programm-Einstellungen und Browser-Daten?

Eine häufige Frage: Was passiert mit gespeicherten Passwörtern im Browser, E-Mail-Konten in Outlook oder Spielständen?

Auf der eingefrorenen Partition werden solche Einstellungen beim Neustart zurückgesetzt. Aber es gibt einfache Lösungen:

  • Browser: Nutze die eingebaute Sync-Funktion (Chrome Sync, Firefox Sync, Edge Sync). Deine Lesezeichen, Passwörter und offenen Tabs werden über Dein Konto synchronisiert und sind nach dem Neustart sofort wieder da.
  • E-Mail: Nutze IMAP statt POP3. Deine E-Mails bleiben auf dem Server und werden nach dem Neustart automatisch wieder geladen.
  • Passwort-Manager: Ein Passwort-Manager wie Bitwarden speichert Deine Zugangsdaten in der Cloud – unabhängig vom Zustand Deiner Systempartition.

Beispiele aus der Praxis

Warum die Trennung von System und Daten so wichtig ist, zeigen reale Vorfälle:

Als das Windows 10 Oktober-Update 1809 den Dokumente-Ordner löschte, verloren Tausende Nutzer ihre persönlichen Dateien unwiederbringlich – weil sie auf der Systempartition lagen. Mit einer separaten Datenpartition wären die Dokumente vom fehlerhaften Update gar nicht betroffen gewesen.

Bei WannaCry verschlüsselte die Ransomware alle Dateien, die sie finden konnte – auf allen verbundenen Laufwerken. Eine Datenpartition allein hätte hier nicht gereicht. Aber in Kombination mit Deep Freeze (Systempartition eingefroren) und einem Cloud-Backup der Datenpartition wäre der Schaden gleich null gewesen.

Beim Angriff auf die Uniklinik Düsseldorf führte die fehlende Trennung von System- und Nutzdaten dazu, dass der gesamte Krankenhausbetrieb zusammenbrach. Eine klare Trennung mit eingefrorenen Arbeitsplätzen und separater Datenhaltung hätte den Schaden drastisch begrenzt.

Deine Daten sind mit Deep Freeze sicher – wenn Du sie richtig organisierst. Systempartition einfrieren, persönliche Daten auf eine separate Partition oder in die Cloud. So hast Du das Beste aus beiden Welten: Ein System, das sich bei Problemen selbst heilt, und Daten, die davon völlig unberührt bleiben.

Noch Fragen?

Schau Dir unsere Schadenbeispiele an – echte Vorfälle, die Deep Freeze verhindert hätte.

Zu den Schadenbeispielen →

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